Sommer am Atlantik

Tag 13: Lacanau Ocean - Cap Ferret

Gestärkt mit einem Kaffee gingen wir gleich mal wieder zum Strand, wo noch wenige Menschen und ein paar Hunde die klare Luft genossen. Im Gegensatz zum vorhergehenden bewölkten Abend war dieser Morgen wieder komplett klar und der Himmel tiefblau. Nach der Rückkehr gabs noch ein Frühstück und da kein einziger Stellplatz mehr frei war bzw. jemand ausfiel, packten wir unsere Sachen und fuhren weiter Richtung Cap Ferret. Auf dem Weg dorthin passierten wir noch kurz das "Zentrum" von Lacanau Ocean, das uns aber schon etwas zuviel Trubel bot - enge Straßen, viele Autos und noch mehr Leute mit Surfbrettern und Strandtaschen unterm Arm. Aber wir kämpften uns auch da durch und dann ging es wieder "raus ins Gemüse".

Nach Lacanau Ocean war Cap Ferret eine richtige Ruheinsel, aber nicht minder schön. Wir erreichten den Stellplatz bereits um 13:20 und so fanden wir einen tollen Platz unter Pinien und nicht zuweit vom Strand entfernt. Nach einer kleinen Jause mit Schweizer Wurstsalat und Baguette ging es wieder zum Strand. In Lacanau Ocean waren wir ja von den Wellen schon überwältigt, aber hier in Cap Ferret waren sie nochmals um einiges höher und wuchtiger. Der Strand war riesig und egal in welche Richtung man blickte, es gab nur Strand, Meer und ein paar Strandbars zu sehen. Im Gegensatz zum Strand in Lacanau Ocean gab es auf dem Weg zum Strand sogar ein kleines Restaurant und eine Imbissbude, wo Eis, Sandwiches, Getränke usw. verkauft wurden.

Nach dem Abendessen genossen wir noch den stimmungsvollen Sonnenuntergang am Strand, wo sich nur mehr wenige Leute und ein paar Fischer befanden.

Wetter: sonnig, 28°C
Zurückgelegte Kilometer: 41km
Übernachtung: Stellplatz in einem Pinienwald (N 44°47'55", W 1°13'17") ohne Infrastruktur, aber auch ohne Gebühren. In der Nähe befand sich ein Campingplatz mit einem kleinen Geschäft, in dem die Auswahl aber sehr beschränkt war. Ich denke, aufgrund der super Lage in der Nähe des Strandes, war ein Aufenthalt auf dem Stellplatz auf 48h begrenzt.

Tag 14: Cap Ferret

Nach einem gemütlichen Ausschlafen und einem Frühstück, das sich zum Brunch wandelte, ging es wieder an den Strand. Obwohl Ebbe herrschte, waren die Wellen kräftig und es war amüsant zuzusehen, wie jeder gegen sie "ankämpfte". Anschließend stärkten wir uns im La Madrague, dem Restaurant neben dem Campingplatz Camping Bremontier bei Burger und Bier.

Den Rest des Tages verbrachten wir mit Faulenzen, Lesen und am Strand liegen.

Cap Ferret scheint ein kleiner Hippi-Ort zu sein - neben uns stand eine Dame mittleren Alters alleine mit Lieferwagen und Motorrad drin, wie aus der Hippizeit entsprungen. Ihr folgten 2 Jungs mit einem uralten Toyota Kleinbus, in einer der Strandbars spielten sie Beatles und allgemein lief es am Cap Ferret recht chillig ab.

Wetter: sonnig, 28°C
Zurückgelegte Kilometer: 0km
Übernachtung: Stellplatz in einem Pinienwald (N 44°47'55", W 1°13'17") ohne Infrastruktur, aber auch ohne Gebühren. In der Nähe befand sich ein Campingplatz mit einem kleinen Geschäft, in dem die Auswahl aber sehr beschränkt war. Ich denke, aufgrund der super Lage in der Nähe des Strandes war ein Aufenthalt auf dem Stellplatz auf 48h begrenzt.

Tag 15 - Cap Ferret - Arcachon/Dune du Pilat

Tja, alles hat ein Ende - auch die 48h, die wir auf dem Stellplatz am Cap Ferret gratis stehen durften. Und so fuhren wir weiter Richtung Süden am Cap Ferret. Unser erstes Ziel war das eigentliche Wahrzeichen von der Halbinsel, der Leuchtturm Le Phare du Cap Ferret.

Ich weiß nicht, ob es daran lag, dass wir bereits soviele schöne Teile von Frankreich sahen, oder wir der Vielfalt an Sehenswürdigkeiten schon etwas "müde" wurden, aber der Leuchtturm und auch die Ortschaft herum waren etwas enttäuschend. Der Leuchtturm war von einem Park eingezäunt, in einer Art Wohngegend und kaum sichtbar und auch der Ort selbst bot nicht viel außer ein paar Bäckereien und Segelschulen. Nach einem kurzen Rundgang fuhren wir, ich will nicht sagen enttäuscht, aber auch nicht begeistert, wieder die Halbinsel zurück.

In Le Canon füllten wir unsere Vorräte noch auf und mussten dabei feststellen, dass der ganze Ort eine Pensionistenhochburg war. Wohin man auch sah, wo man auch stand, graumeliertes Haar. Und natürlich parkte ich unseren Bus nicht weit genug von einer Ausfahrt eines Pensionistenhotels weg, sodass die werten Herrschaften Probleme hatten, mit ihrem Golfmobil auf die Hauptstraße zu fahren... Wer also noch auf der Suche nach einem Alterswohnsitz im Süden ist, ich wüsste da einen Lächelnd

Um die größte Wanderdüne Europas bei mäßigen Temperaturen besteigen zu können, entschieden wir uns, eine Nacht am Campingplatz Les Flots Bleus zu schlafen.

Rechtzeitig vor Sonnenuntergang standen wir also am Fuße der Dune du Pilat - ein 110m hoher, 500m breiter und 2,7km langer Sandhaufen. Glücklicherweise gab es für die ersten zwei Drittel eine Stiege auf die Düne und so erklommen wir relativ einfach den Kamm der Düne. Und jeder Höhenmeter war es wert, denn uns bot sich eine Aussicht über die gesamte Bucht von Arcachon gemischt mit Dünen, die einem wie in einer Wüste sein ließen. Wir wanderten am Kamm etwas entlang, genossen die Aussicht und ich schoss einige Fotos.

Mit einigen französischen Jugendlichen gab es sogar noch ein kleines "Fotoshooting", bei dem das weiche Fallen im Sand so richtig ausgenutzt wurde. Auch ich genoss es zum Abschluss, mit vollem Elan die Düne hinunterzulaufen, ohne auch nur einen Gedanken an einen schmerzhaften Sturz verschwendet zu haben.

Die Nacht war dann leider alles andere als ruhig. Schon am Abend wurde ein Grand Spectacle verkündet. Ob es "grand" war, weiß ich nicht, auf jeden Fall war es sehr laut. Im Campingbus war man quasi immer noch live dabei, nur leider verstand ich nichts und so gab es abwechselnd französisches Kauderwelsch und Geklatsche und Gejohle bis halb 2 Uhr nachts Unentschlossen.

Wetter: sonnig, 25°C
Zurückgelegte Kilometer: 153km
Übernachtung: Campingplatz Les Flots Bleus (N44°34'51.748" W1°12'44.071"). Das Personal war zuvorkommend und der Campingplatz sowie die Sanitäranlagen waren sauber, wenn auch schon relativ alt. Es befand sich ein Pool auf dem Gelände und soweit ich das mitbekam, gab es auch relativ viel Animation für Kinder und am Abend auch für Erwachsene (bis spät in die Nacht). Direkt am Campingplatzgelände gab es auch einen kleinen Shop und ein Restaurant, wo man wirklich gute Pizzas bekam. Der größte Vorteil des Campingplatzes war aber definitv die gute Lage direkt an der Düne und der relativ geringe Preis.

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Der Artikel wurde zuletzt am 13.12.2018 geändert.