Wanderung in der Devil's Glen

17.11.2003 - 19:34

Nachdem ja der Ausflug letzte Woche etwas in die Hose gegangen ist, mußte ich dieses Wochenende mein Reiseführerego wieder etwas aufpäppeln und so plante ich eine Wanderung in die Devil's Glen (oder Teufelsklam wie die Österreicher so schön sagen Zwinkernd Tagewache war am Sonntag um 7 Uhr (weder mein Kopf noch ich selbst konnten es glauben), aber schon die Fahrt nach Ashford (ca. 1h südlich von Dublin) entschädigte das frühe Aufstehen. Man konnte vom Bus aus über die Berge bis zum Meer sehen. Auch das Wetter spielte wunderbar mit - es gab schon seit Samstag Sonnenschein und blauen Himmel, aber niedrige Temperaturen (rund 10°C).

Dort angekommen machte ich (leider war ich alleine unterwegs weil ich niemanden dazu motivieren konnte um 7 aufzustehen. Der 2. Punkt war, dass ich nicht genau wußte, wie weit man gehen muß, da im Reiseführer davon ausgegangen wurde, dass man mit dem Auto unterwegs ist und man bis zum Eingang der Schlucht damit fuhr) mich auf den Weg. Ich wußte, dass nach ca. 4km ein Parkplatz kommen sollte, von dem aus man zur Klam kommt. Als ich aber nach 1.5h noch immer keinen Parkplatz sah, wurde ich etwas mißtrauisch.

Von einem Einheimischen wurde ich zu einer Jugendherberge geschickt, bei der ich mich erkundigen soll. Als ich dort nach dem Weg fragte, fühlte ich mich dann wie der ärgste Bilderbuchtourist *schandeübermich*. Eigentlich erwartete ich so etwas wie in Glendalough, wo man am Eingang eine große Landkarte vorfand, auf der mehrere mögliche Wanderrouten mit Zeitangaben eingezeichnet waren. Deswegen machte ich mir auch hier keine großen Sorgen, doch es kam mir schon komisch vor, als mich der Jugendherbergenmann fragte, wo ich in der Devil's Glen hin möchte. Da ich ja nichteinmal eine Karte mithatte (ausser jene im Lonely Planet, wo die Klam ein Punkt ist), erklärte ich ihm, wie ich mir das vorstellte. Dann meinte er, es ist hier garnichhaupt nicht so, es ist viel wilder usw. Ich muß ja sagen, die Leute hier in Irland sind wirklich freundlich und er gab mir dann auch eine Karte (die wirklich Goldes wert war) und erklärte mir einen Weg.

Der Höhepunkt war sicher der Wasserfall, von dem ich auch ein paar Fotos auf den Server gestellt habe. Tja und dank der Karte kam ich auch wirklich wieder dort raus, wo ich mir das vorstellte Lächelnd

Dieses Wochenende konnte ich ja fast unter den Titel "Deutsch-Wochenende" stellen. Am Freitag traf ich eine Wienerin, die von Dublin total begeistert war, da sie in County Donegal (im nördlichsten Westen von Irland) ein Erasmus-Semester machte und es in ihrem Ort nur 3 Pubs und ein paar Schafe gibt, und am Samstag trafen wir zwei Deutsche.

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Der Artikel wurde zuletzt am 11.08.2017 geändert.
Das bin ich - Johannes Gruber
Geschrieben von

Reisen, Fotografieren, neues entdecken... Die Brötchen in der Software-Entwicklung verdienend, bin ich in meiner Freizeit auf der Suche nach neuen Plätzen und halte gerne besondere Momente mit der Kamera fest.

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