Mont Saint-Michel & Dinard

Tag 4: Mont Saint-Michel - Dinard

Der erste Tag an einem Hauptziel unserer Reise begann gleich mal mit einem traumhaften Sonnenaufgang hinter dem Wohnmobil. Nach dem Frühstück marschierten wir zum Mont Saint-Michel, was rund 60 Minuten inklusive Fotos schießen, dauerte. Um diese Zeit war auch der Besucherandrang noch sehr überschaubar und so hatten wir auch im Inneren der Klosteranlage und an den Stadtmauern viel Platz und Zeit zum Aussicht genießen und fotografieren. Um 10:00 kamen wir an der Abtei vorbei, aber da es bereits eine sehr lange Schlange davor gab und auch mit Sammy der Besuch umständlich gewesen wäre, haben wir diese Sehenswürdigkeit ausgelassen.

Bevor wir uns wieder auf den Rückweg machten, stärkten wir uns noch ein einer kleinen Creperie an der Grande Rue, in der trotz der prominenten Lage die Preise wie in der Heimat waren. Zurück am Stellplatz gab es noch ein kleines Mittagessen und dann ging es weiter nach Dinard.

In Dinard versuchten wir zuerst unser Glück beim Camping Port Blanc, dem nähesten Campingplatz am Meer, aber leider war hier schon alles ausgebucht. Also fuhren wir weiter zum nur 1km entfernten Camping Touesse. Hier gab es noch Platz und nach einer kurzen Besichtigung der Anlage wurden wir auch schon zu unserem Stellplatz für die nächsten 2 Nächte geführt.

Am Campingplatz gab es Strom für unser Wohnmobil, Duschen mit Warmwasser, die Sanitäranlagen waren auch in Ordnung und für Wasserratten gab es einen Pool und ein kleines Hallenbad - kurz zusammengefasst ein netter kleiner Campingplatz ohne viel Firlefanz aber gepflegt und sauber.

Wetter: abwechselnd sonnig und bewölkt, 21-24°C
Zurückgelegte Kilometer: 60km
Übernachtung: Camping Touesse, 171 Rue de la ville Géhan, 35800 Saint-Lunaire - kleiner Campingplatz in einem ruhigen Wohngebiet, rund 1km entfernt vom Strand, 10min mit dem Rad zum Supermarkt bzw. in das Ortszentrum von Dinard. Auf dem Campingplatz befindet sich ein Pool, ein kleines Hallenbad, ein kleiner Shop und ein Restaurant (wobei ich diese beiden Einrichtungen gemieden habe). Der Platz selbst und auch die Sanitäranlagen waren gepflegt und sauber.

Tag 5: Dinard

Nach dem Frühstück ging es zu Fuß nach Dinard (ca. 40min).

"Ein Besuch Dinards in der Saison ist wie das Eintauchen in eines von Picassos Bilder, die er hier ein den 1920er Jahren gemalt hat. Auf den Klippen sthen die Villen der Belle Epoque, die einen zeitlosen Hintergrund für den Strand und die blau-weiß gestreiften Badezelte abgeben."

(Lonely Planet - Frankreich)

Und genauso war es auch dort. Die weiß-blauen Strandzelte boten Schutz vor dem Wind, der an diesem Vormittag etwas heftiger am Strand blies. Die Leute ließen sich jedoch davon nicht abhalten und ein paar Hartgesottene wagten sich sogar ins Meer. Entlang der Bucht von Dinard reihten sich die Villen, die immer noch einen mondänen Charme versprühten und wo man sich gut ein Leben mit Teekränzchen am Nachmittag, Cocktail-Parties am Abend und das alles organisiert von seinen Angestellten gut vorstellen konnte. Im Ortsinneren kann ich die Rue Levavasseur empfehlen, in der sich Designerläden, kleine Bäckereien und Schokoladengeschäfte aneinander reihen.

Hunde sind am Strand nicht erlaubt, sehr wohl aber an der Strandpromenade und abseits der Hauptstrände.

Am Nachmittag wurde das Wetter freundlicher, die Sonne kam hinter den Wolken hervor und so stiegen auch die Temperaturen gleich merklich an. Ich fuhr daher mit dem Rad nochmals nach Dinard, um Fotos mit Sonne und blauem Himmel zu machen und noch etwas die Küste entlang zu fahren. Dies war aber nicht die beste Idee, da der Weg entlang der Küste teilweise sehr eng wurde und ich das Rad die meisten Zeit schieben musste. Leider gab es dann zwischen dem Hauptstrand und dem Campingplatz keinen Aufgang mehr und so ging ich fast die ganze Strecke von Dinard bis zum Camping Touesse nochmals zu Fuß zurück.

Den Abend ließen wir "französisch" mit Baguette, Käse und Cidre ausklingen.

Wetter: am Vormittag bewölkt und windig bei 17°C; am Nachmittag sonnig bei 24°C
Zurückgelegte Kilometer: 0km (mit dem Rad oder zu Fuß zurückgelegte Strecken zähle ich hier nicht mit)
Übernachtung: Camping Touesse

Tag 6: Dinard - Quay Portrieux

Nachdem die Dusche mit warmen Wasser nochmals voll ausgekostet wurde, und das Wohnmobil entleert bzw. wieder befüllt war, ging es zur Festungsstadt St. Malo, die wir am Vortag schon vom Hafen in Dinard aus sehen konnten.

Leider kamen wir nur bis zu den Festungsmauern. Wir waren mit 10:30 schon relativ spät dran und so gab es sowohl auf den Straßen unzählige Autos als auch beim Parkplatz für Wohnmobile schon zahlreiche Menschen, die auf den Bus in die Stadt warteten. Da die Stadtbesichtigung wahrscheinlich auch für Sammy ziemlich ein Stress geworden wäre (viele Menschen, warmes Wetter, weite Strecken zum Gehen), entschieden wir uns, gleich nach Cap Fehel zu fahren. Am Weg dorthin kehrten wir im Au Gre du Vent (10 Place Gilles de Bretagne, 22130 Créhen) ein, um uns bei Galette mit Salat bzw. Pommes für die Weiterfahrt zu stärken.

Beim Cap Frehel (48.68177559, -2.31809985; Parkplatzgebühr: 5€) gab es zwar auch viele Leute, aber die verteilten sich sehr gut und so konnten wir gemütlich bei Sonnenschein und einer leichten Brise, entlang der Küste wandern. Am Cap Frehel wäre auch ein Besuch des Leuchtturms möglich gewesen, aber ich frage mich, was man von oben noch besser hätte sehen können, als von unten.

An diesem Tag fuhren wir dann noch einige Kilometer weiter. Zuerst entlang der D34 nach Erquy, wo sich ein Strand an den nächsten reihte. Wer in der Bretagne einen Camping- und Badeurlaub machen möchte, ist hier sicher gut aufgehoben. In Erqui überlegten wir kurz, an den Strand zu gehen, entschieden uns dann aber zu einer Weiterfahrt Richtung Pointe de Arcouest. Kurz vor Quay Portrieux kamen wir an einem Stellplatz vorbei, wo sich noch ein freier Platz befand, den wir gleich nutzten.

Am Abend fuhr ich mit dem Rad noch nach Quay Portrieux um ein paar Sachen einzukaufen - ein kleiner Ort mit einem Hafen, ein paar Restaurants und einem kleinen Geschäft erinnern etwas an kroatische Küstendörfer, an denen man kurz anlegt um Besorgungen zu machen. In der Zwischenzeit zauberte Barbara mit gebratenen Karree, Reis und Salat ein Abendmahl auf den Tisch.

Wetter: abwechselnd sonnig und wolkig bei 21°C
Zurückgelegte Kilometer: 137km
Übernachtung: ein nicht gekennzeichneter Stellplatz (48.64296, -2.824345) kurz for Quay Portrieux, auf dem sich aber schon einige Wohnmobile befanden und wir uns einfach dazustellten. Außer einigen Mistkübeln gab es keine Infrastruktur, aber auch keine Gebühren und wir hatten direkten Blick aufs Meer.

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Der Artikel wurde zuletzt am 13.11.2018 geändert.